Tag 9… Barnaul, bevor es regnet

Das Altei. Hier wird noch die Wäsche an der Luft getrocknet. Statt Doppelverglasung gibt es Doppelfenster (teilweise mit Blumen im Zwischenraum) . Die meist älteren Frauen tragen Kopftuch und dazu passende Kittel und die Kuh wird noch persönlich zur Weide begleitet. Alles wirkt sehr harmonisch, von Hektik keine Spur. Kinder spielen auf den Wegen und jeder kennt hier jeden.

Ich frage mich ob diese Menschen schon einmal etwas von „Burn Out“ oder „Stress“ gehört haben. Sicher, sie gehören laut Statistik zu den Ärmeren, und das Leben ist sicher auch nicht leicht … gerade im Winter nicht. Ich denke aber, sie sind reicher als sie selbst ahnen. Schade diesen Ort jetzt verlassen zu müssen.

Wir starten früh… wollen noch vor dem angesagten Regen Barnaul erreichen. Es ist 7.00 Uhr und kalt … 5°C. Wir packen uns gut ein und tuckern erst einmal durchs menschenleere Dorf bis zur Hauptstraße. Los geht’s … je näher wir Richtung Barnaul kommen, um so voller werden die Straßen. Die Landschaft flacht allmählich ab und wird landwirtschaftlich genutzt. 8er juckt die Gashand und so hatten wir Mühe, uns an die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten und es macht Spaß, zügig an den LKWs vorbei und Gummi! Aber Vorsicht, Blitzer und Polizei spielen auch noch mit.

Zeitgleich mit dem Regen treffen wir in Barnaul ein. Wir trafen auf ein Pärchen, die uns halfen, eine Unterkunft zu finden … Perfekt! (Danke Vladimir)

Gegen Abend in die Bar. Nein, in DIE Bar. Es handelt sich um die bekannteste Bikerkneipe Sibiriens. Angefangen hat es mit Deftigem und Bier … geendet hat es mit Cola-Rum. Der Wirt führte uns durch die Räumlichkeiten und zeigte uns die Skurrilitäten. Wir verewigen uns mit unseren Aufklebern an der Wand und machen uns auf den Heimweg.

Gute Nacht, Os8er