Tag 15… Eine schnelle Nummer

Heute aus unserem „innen hui, außen pfui“ Hotel ausgescheckt und wieder mal Richtung Grenze. Und ja … die Straße war wieder grottich. Kurz vor der Grenze läuft uns ein Grenzer direkt vor die Flinte. Er machte uns klar, daß ohne ihn nichts gehe und bat uns um Mitnahme. No Problem! Er schwang sich auf meinen Turm aus Gepäck und trohnte gefühlt einen Meter über mir. So eierten wir auf unbefestigter Straße Richtung Grenze, nicht ohne ohh’s und ahh’s von den hinteren Rängen (He … Er saß auf der Kante meines Reservekanisters). Leider wollte er keine Fotos machen lassen, nur 8er hat heimlich eins geschossen … aber darauf kann man leider nichts erkennen … waren schon zu weit weg.

Angekommen winkte er von seinem Trohn noch gönnerisch seinen Kollegen zu und bedankte sich bei uns. 8.10 Uhr und nix los hier. Die Uniformierten saßen auf Bänken und hatten wohl nicht wirklich Lust auf die Germans. „Passport“, „Pistol?“, „Mariuhaanaa?“… No?.. Good-bye.

Unglaublich! … die erste Schranke geht hoch … Hallo Kirgisien! Und nochmal … „Passport“. 8er verwickelt den ersten Grenzer gleich in ein Gespräch und zeigte ihm unsere Route. In der „Schwitzbude“ saß dann ein Fußballfreak, der uns Germans gleich mit „Borussia Dortmund … gut! “ begrüßte und als er meinen Pass aufschlug, waren wir fast durch. „Thomas Müller“ rief er und lachte. 20 min für die gesamte Grenze … Rekord!

Os8er sind in Kirgisistan … und das Land geizte nicht mit seinen Reizen. Die Berge begleiteten uns rechts und links auf dem Weg nach Karakol. Wir wurschtelten uns durch riesige Schafherden und fuhren neben Herden von galoppierenden Pferden. 8er wurde ein fast unwiederstehlicher Tausch angeboten, doch nach einem Probesitzen lehnte er dankend ab.

Angekommen am Yssykköl See (der zweitgrößte Bergsee der Welt), mussten wir da unbedingt sofort rein! Wir frönen ein wenig unserer Freikörperkultur und genossen das klare, blaue und kalte Wasser … für eine Minute.

Trotzdem … was für ein Moment! Allein an einem der schönsten Strände, vor uns der weite See und im Rücken die Mopeds.

Wir blieben noch einige Zeit und warteten zwischendurch die Motorräder. 8er’s Stromproblem ist leider wieder da.

In Karakol schauten wir uns nach einer Bleibe um, als uns jemand auf Deutsch ansprach. Ups, das war ungewohnt. Marian … Klasse! Marian nahm uns gleich mit zum Hostel, in dem er abgestiegen war. Super Hostel mit super Gästen.

Dort trafen wir noch zwei Mädels aus Belgien. Wir beschlossen noch gemeinsam essen zu gehen und konnten gute Tips für unsere weitere Reise ergattern. Später dann ein „gute Nacht Bier“ mit 11%, na dann…

Gute Nacht, Os8er