Tag 23… Auf Eis gelegt

7.00 Uhr morgens. Fast wie immer, ist 8er schon auf den Beinen. Dieses Mal sogar recht schnell auf diesen. Da ist es! Eigentlich haben wir in der Mongolei damit gerechnet oder in Kirgisistan. Nein, 8er holte sich den Dünnpfiff in Samarkand! Hier, wo alles so sauber und geordnet wirkt. Es wird das Eis gewesen sein … Marke Salmo ;-). Es ist wie es ist … noch ein Toilettengang zum Abschied und den Stier bei den Hörnern gepackt. Es sind ja „nur 260 km“ bis Buchara. Mishka, aus dem Hostel verabschiede uns und es geht los.

Die 260 km zogen sich und 8er wirkte echt verkrampft auf seinem Moped. Auf der Bahn hörte ich immer wieder in mich rein, habe ich doch auch das Eis gegessen … aber nix. 8er hingegen nutzte jede Pause. Angekommen in Buchara müssen wir erst einmal „unsere Wunden lecken“. Es ist noch recht früh (14.00 Uhr) und wir haben noch Zeit, um durch die Stadt zu ziehen.

8er fühlt sich bereit … mir geht es gut und wir stiefeln los. Buchara wirkt bei weitem nicht so überlaufen wie Samarkand. Die kleinen Gassen mit den verschiedenen Künstlern, Krämern und Händlern wirken wie aus einer anderen Zeit. Dazwischen immer wieder historische Bauten wie z.B. das Kalon-Minarett oder der Madrasa Chahor Minor. Soweit so gut und jetzt grummelt es auch bei mir … Mist.

Langsam sollten wir den Rückweg einschlagen, sonst wird es bei uns durchschlagen. Doch Backen zusammen und durch. Na super… da ist der Barbier, auf den wir gewartet haben … gerade jetzt. Das muß jetzt sein! Kurz in uns gehorcht, abgecheckt und schwuptiwup sitzen wir auf dem Babier-Trohn und lassen uns verwöhnen. Während oben die Messer gewetzt werden, halten wir unten dicht. Routiniert wirbelt Herr Barbier seine Klinge durch unser Gesicht. Hinterher wird dieses noch kräftig durchgeknetet … fertig! 8er bekommt eine Kopf Runderneuerung (Haare auch). Eine tolle Erfahrung. Nicht unbedingt das Rasieren an sich, sondern vielmehr die Atmosphäre.

Jetzt aber los … ins Hotel. Wir wackeln mit zusammengekniffenen Backen im Stechschritt die Allee hoch und erreichen auf den letzten „Drücker“ das rettende Klo. Willkommen in Buchara.

Als wenn das nicht reichen würde erwischte 8er noch die Migräne. Medizinisch sind wir gut ausgerüstet und gerade für solche Beschwerden. Zum Glück haben wir kein Zeitdruck und hatten im Vorfeld schon beschlossen, zwei Nächte hier zu bleiben. Die brauchen wir auch… Zeit, um uns auszukurieren.

Gute Nacht, Os8er