Tag 26… Durch ist nicht gleich durch

Wir dachten, wir wären über den Berg … Pustekuchen! 8er hatte ne scheiß Nacht (in wahrsten Sinne) und mich ereilte es am Morgen. Trotzdem wagten wir einen Gang über den Markt. Den Markt kennen wir schon flüchtig.

Bei der Anreise nach Chiwa lotzte uns mein Navi über diesen Markt. Schnell steckten wir in den Gassen fest. Es gab kein Zurück, Wenden nicht möglich. Ca. 400 Meter drängelten wir uns durch Menschenmassen und hatten Angst, mit den Koffern das Gemüse abzuräumen. Erstaunlich gelassen nehmen die Menschen das Ereignis hin … machen Platz. Für uns war das purer Streß.

Die Schweißperlen auf der Stirn wandelte sich zu kleinen Bächen. Kann sich jemand vorstellen wie lang 400 Meter seien können? Laaang! Wir haben es geschafft und mussten erst einmal laut lachen … was für ein Wahnsinn!

Aber jetzt sind wir zu Fuß wieder zurück. Ein Markt, wie man sich für so einen Ort vorstellt. Es gibt hier alles. Von Obst über Fisch, Klamotten bis mp3 Player … und das auf einer Fläche eines Fußballfeldes. Wir brauchen Bananen! Das hat Oma schon gesagt, Bananen helfen, wenn man ausläuft. Aber auf einem Markt, wo die Dinger in Stauden verkauft werden, zwei Bananen zu kaufen, ist nicht leicht. Aber wir haben sie und zwei Äpfel noch dazu! … Geht doch.

Zurück im Hostel werden wir erst einmal umsorgt. Hostel Mama macht uns Reis und versorgt uns mit heimischen Medis. Alle sind hier bemüht und wir werden bemuttert. Am Abend mit Bananen und Reis intus fühlen wir uns fast wie neu. Nochmals geht es in die Altstadt. Wir treffen uns mit einer Truppe aus dem Algäu. Sie sind mit Moppeds Richtung Mongolei unterwegs. Bei Bier und Cola hatten wir eine gute Zeit. Morgen stürzen wir uns wieder ins Abenteuer. Grob visieren wir die nächste Grenze an.

Ach ja, 8er hat jetzt einen neuen Hut!

Gute Nacht, Os8er