Tag 28… Zurück in Kasachstan

Ja … zu fünft haben wir im Bahnhof genächtigt. Warum nun die Anderen da waren? Keine Ahnung … vielleicht, um uns Frühstück zu machen, das haben sie nämlich gemacht. Wir packten in aller Ruhe zusammen. Der Ersatzsprit wird in die Tanks gefüllt und los geht es. 60 km noch bis zur Grenze … 60 km Kackstraße. Es zieht sich. Wir versuchen, eine Ideallinie zwischen den Schlaglöchern zu finden. Doch bald nimmt die Dichte so zu, das wir nur mit Schrittgeschwindigkeit vorwärts kommen. Je näher wir der Grenze kommen, desto gewagter der Fahrstiel der „Mitbewerber“. Da werden Überholmanöver durch die Schlaglöcher gestartet, um noch einen Platz vor der Grenze gut zu machen. Wir sind gechillt … fahren unseren „Stiefel“.

Mist… schon wieder umgewöhnen!

Bald ist die Grenze erreicht. Eine lange Schlange hat sich schon gebildet. Frech fahren wir an ihr vorbei und werden auch gleich bevorzugt behandelt. An diesen Service kann man sich gewöhnen. Die Grenzer sind locker und lotzen uns durch das Prozedere. Erneut müssen wir so einige Formulare ausfüllen und diverse Fragen beantworten. Fast wie immer werfen Sie einen Blick in die Koffer, zeigen sich aber nicht wirklich interessiert. Schnell sind wir in Kasachstan und das auf einer nagelneuen Straße.

Bejneu … die erste größere Ortschaft hinter der Grenze. Sie ist keine Schönheit … nein, sie ist sogar häßlich. Wir suchen was zum Essen und finden eine Pizzeria. Die Bestellung gestaltete sich schwierig. Die junge Bedienung zeigte sich sehr bemüht, war jedoch mit den „Germans“ sichtlich überfordert. Am Ende hatten wir die doppelte Menge an Pizzen und ließen uns den Überschuss einpacken. Nun brüten wir über der Karte. Fahren wir weiter, müssen wir mindestens 220 km bis zur nächsten größeren Ortschaft machen. Wir entscheiden uns in Bejneu zu bleiben. Endlich duschen und ein paar Klamotten waschen, das könnte uns nach vorne bringen. Morgen gehen wir es an. Morgen wollen wir versuchen, Atyrau zu erreichen (430 km).

8er

Ornithologisch wars toll an der kleinen Bahnstation … Steppenweihen, Steppenkiebitze und viele Kleinvögel, z. B. Taigazilpzalpe und Feldrohrsänger …

Gute Nacht, Os8er