Tag 35… Zu Besuch in Tiflis

Wir bleiben im „Skurrilo-Hotel“ und rödeln unsere Bikes ab. Das Hotel liegt uns und die Menschen hier sind einfach Klasse. Wir werden bekocht und ein einfaches Frühstück ist immer drin. Sogar Bier stellen sie für uns kalt.

Leicht wie eine Feder stürzen wir uns in den Stadtverkehr von Georgiens Hauptstadt Tiflis. Der Verkehr… und vor allem die Verkehrsführung ist gewöhnungsbedürftig. Wie in einer Sanduhr strömen die Autos auf das „Nadelöhr“ zu und zwängen sich von gefühlt 10 Spuren in 2 … und das recht wuselig, aber routiniert. Wir müssen höllisch aufpassen und fühlen uns ein wenig wie Tischtennisbälle in einer Wanne voller planschender Kinder.

Die Altstadt Tiflis ist bekannt für ihren Flair. Bis dort hin sind es keine 40 km und wir kommen lebend an. Zentral stellen wir die Mopeds ab und machen uns zu Fuß auf den Weg. Leider entspricht das Wetter nicht ganz unserer morgendlichen Einschätzung und so werfen wir nach und nach unsere Klamotten ab. Es ist warm, so warm, das uns unsere Kevlar Jeans am Arsche kleben. Aber das soll uns jetzt nicht stören … Tiflis wartet.

Die Altstadt mit ihren verwinkelten Ecken und unrestaurierten Häusern zieht uns gleich in ihren Bann. Überall gibt es was zu entdecken, überall möchte man den Kopf reinstecken.

Wir beschließen ein Blick von oben auf Tiflis zu werfen und nehmen die Cable Train auf den Berg. Oben angekommen, finden wir einen geschlossenen Freizeitpark und einen riesigen Turm, der aussieht wie noch aus Sovietzeiten.

Der Blick auf Tiflis gibt uns ein Gefühl für die Geschichte dieser Stadt. Sie befand sich zeitweise in Russischer Hand und auch die Perser waren mal an der Macht. Überall gibt es Zeugnisse dieser Zeiten. Auch ohne Fachwissen sieht man den Gebäuden ihre Bauepoche an.

Wir machen uns auf den Weg zurück zum Hotel. Es ist ein tolles Gefühl, zurück in sein „Reich“ zu kommen und nicht (wie den Großteil der Reise) abends eine Bleibe suchen zu müssen. Irgendwie ist uns unser Skurillo Home auch schon ans Herz gewachsen. Kaum angekommen, kommt auch schon der Regen. Wettergott 8er hatte ihn angekündigt und der Zweifler Oser musste zurückrudern und seinen „Wetter Fee Fähigkeiten“ gebührend Respekt zollen. Zum Glück habe ich nicht gewettert.

Abends auf unserer Privat Terrasse gab es noch Bier und Kartoffeln … Läuft!

Gute Nacht, Os8er