Tag 45… Auf dem Weg nach Side

Ja … Side ist unser Ziel. Wir werden, wenn alles gut geht, morgen dort ankommen. Am Sonntag beginnen dann 4 Tage absoluter Touriterror für uns. Da wir das unmöglich allein aushalten könnnen, kommen unsere Frauen zur Unterstützung dazu. Wir freuen uns riesig auf das Wiedersehen. Sieben Wochen sind eine lange Zeit … und eine so lange Trennung von den Liebsten hatten  wir noch nie vor dieser Reise. Wir freuen uns auf euch, Kerstin und Chris!

Aber noch ist es nicht soweit. Heute Morgen in der Früh konnten wir nochmals das Spektakel von gestern genießen. Wir waren natürlich vorbereitet auf das Ballongeschwader und genossen es in vollen Zügen. Nach dem sehr guten Frühstück mit den Lampions im Hintergrund verlassen wir das „Anatolia Cave“ und machen uns auf den Weg. Für jeden, der mal nach Kappadokien möchte, das „Anatolia Cave“ können wir wärmstens empfehlen.

Unterwegs in einem kleinen Dorf … Pause.

Nach der Unterkunft in Kappadokien wollen wir endlich mal wieder eine Nacht unter freiem Himmel. Bei der Suche nach einem geeigneten Ort stießen wir auf den See „Beysehir Gölü“. Er liegt auf dem Weg und macht auf der Karte einen guten Eindruck. Die 300 km sind wir geflogen und wir hatten noch genügend Zeit für die Suche nach einer geeigneten Ruheoase. Der See war riesig und kaum ein Mensch verirrte sich in diese Gegend. Türkises Wasser, die Ufer voller Fichten. Wir stellten die Mopeds ab und das Erste, was wir machten ist uns auszuziehen … ab ins Wasser. Alles andere hat Zeit. Es ist einfach geil nach 300 km in Stiefeln und dicker Jacke, sich in den See zu stürzen.

Später noch das obligatorische Lagerfeuer mit einen Pott Kaffee drauf. Ein Zelt?… Nö, das geht ohne. Morgen werden wir bestimmt nass vom Tau sein, aber die Sonne geht an der richtigen Stelle auf, die wird das schon richten. Wir liegen in den Schlafsäcken, schauen in die Sterne. Keiner sagt ein Ton und Wlan ist für uns unerreichbar, die Gedanken haben freien Lauf … Klasse. Kein Mond, kein Lärm, nur ab und zu hören wir die Fische springen. Dieser Luxus ist in unserer Welt selten geworden. Irgendwann war ich dann auch weg.

8er

Nachts aufwachen, was für irre Geräusche, die Milchstraße so hell, alles ohne Mond, ein Nachtreiher ruft, Zugrufe von 12 Vogelarten, Oser kommt zurück von der Sternhimmelfotografie…. Was für eine tolle trockene Nacht.

Freiheit! … Freiheit ist wenn man sich am Lagerfeuer die Zehnägel schneidet und es einem egal ist, wohin die „Halbmonde“ springen.

Gute Nacht, Os8er!