Tag 53… Bulgarien

Die Nacht in unserem Hotel war heftig und kurz. Es war mitten in der Nach,t als wir merkten, wir sind nicht allein! Nein, kein „ES“ im Schrank oder „Chucky“ unter dem Bett … Es sind Mücken! Erst haben wir versucht, sie zu ignorieren, doch sie ignorierten uns nicht. Mehrfach zapfen sie uns an … tankten voll auf. Die Biester gaben keine Ruhe. Gegen drei Uhr riss uns der Geduldsfaden. Bei voller Beleuchtung und mit Handtüchern bewaffnet geht es jetzt auf die Jagd! Eine Stunde später klebten die Mückenreste mit unserer DNA an der Decke und wir hatten endlich unsere Ruhe.

Am Morgen erst einmal eine Dusche … dachten wir. Auf kalt hatten wir so gar keinen Bock. Ok … „stinkig“ noch zum Frühstück und los. Jetzt geht’s erstmal weiter nach Canakkale auf die Fähre. Wir verlassen nach nun fast 8 Wochen Asien und betreten den europäischen Teil der Türkei. Eigentlich keine große Sache, doch kurz kommt das Gefühl auf, es geht Richtung Reiseende. Doch das war nur kurz … wir sind noch mitten drin! Angekommen in Europa führt eine kleine Straße entlang des Bosporus … und langsam Richtung Bulgarien.

An der Grenze fahren wir erneut an einem Kilometer langen LKW-Stau vorbei. Die Grenze war für uns problemlos … „machen Sie bitte mal die Koffer auf“ und der Grenzübertritt ist geschafft. Tschüss Türkei! … Hallo EU! Wir sind wieder da.

In Bulgarien begrüßt uns erst einmal ein alter Bunker und ein verlassenes Dorf. Was für ein erster Eindruck. Aber so soll es nicht bleiben. Landschaftlich, wie so oft auf unserer Reise, völlig anders als die Türkei. In Bulgarien sind noch Wälder, wo in der Türkei nur noch Steppe ist.

Viele Kilometer sind heute auf der Uhr gelandet und wir sind uns einig. Für heute reicht es. Wir suchen ein Hotel, endlich mal kein skurriles Hotel, sondern eine schöne kleine Bleibe, mitten in Jambol.

8er

Krankheiten, Unfälle, technische Probleme, Defekte, Motorschäden, Verhaftungen, Ausrauben, Willkür…
Für all das haben wir ca. 8-10 Tage Puffer eingeplant. Gebraucht haben wir bisher 1 Tag (Salmonellen mit Migräne in Chiva bei mir). Gesundheitlich nerven uns beide unsere Schmerzen in der rechten Schulter (ich weiß wenigstens woher es kommt, hatte einen Fahrradsturz vor der Reise, da muss wohl Jens Becker mit seinem Skalpell mal irgendwann ran!). Ansonsten bisher gar nichts … Nicht mal ein Ticket für’s Rasen

Die intensive Vorbereitung im Elan wird sicher zu unserer guten körperlichen Verfassung beigetragen haben.

Gute Nacht, Os8er